18-519-01 Soziale Medien für die Generation 50+

Zweck dieses Kurses

Sie haben ein Tablet bzw. Smartphone mit Androidsystem und können dieses auch bedienen. Sie haben die Grundfunktionen der Geräte bereits erlernt und trainieren die Nutzung von Internet, Apps, sozialen Netzwerken, Bildtelefonie mit Skype sowie die richtige Einstellung der Geräte. Trotzdem reicht es Ihnen nicht. Sie wollen die sozialen Netzwerke nicht nur kennen, sondern diese nutzen, um z.B. selbst in Foren mitzudiskutieren, Gleichgesinnte zu treffen oder aber sich zu verabreden. Vielleicht sind Sie auch allein und suchen Freunde, mit denen Sie auf einer "Wellenlänge" schwimmen. Sie werden erleben, welche Möglichkeiten uns die digitale Welt gibt, um aus der Einsamkeit herauszukommen.

Inhalt

  1. Ich möchte Ihnen allgemeine Regeln an die Hand geben, was man in Sozialen Medien tun kann und was man auf jeden Fall unterlassen sollte.
  2. Weil Facebook, Skype, Whatsapp die bekanntesten Programme sind, gehe ich auf technische Details ein.

Was sind alles "Soziale Medien" ?

Definition nach Wikipedia:

Social Media (auch soziale Medien)[1] sind digitale Medien und Methoden (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich im Internet zu vernetzen, sich also untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in einer definierten Gemeinschaft oder offen in der Gesellschaft zu erstellen und weiterzugeben. Der Begriff „Social Media“ dient auch zur Beschreibung einer neuen Erwartungshaltung an die Kommunikation und wird zur Abgrenzung vom Begriff Medium für ein Druckwerk oder einen Rundfunkkanal stets im Plural verwendet. Dies soll signalisieren, dass es sich um mehr handelt als um einzelne Medien oder Kanäle.
Soziale Interaktionen und kollaboratives Schreiben (manchmal in Anlehnung an den englischen Begriff auch „Kollaboration“ genannt) in sozialen Medien gewinnen zunehmend an Bedeutung und wandeln mediale Monologe (one to many).[2]
Zudem sollen sie das schnelle Verbreiten von Wissen, Meinungen und anderen Informationen unterstützen und den Benutzer von einem Konsumenten zu einem Produzenten entwickeln. Demnach besteht weniger oder kein soziales Gefälle zwischen Sender und Rezipienten (Sender-Empfänger-Modell). Als Kommunikationsmittel werden dabei Text, Bild, Audio oder Video verwendet. Das gemeinsame Erstellen, Bearbeiten und Verteilen von Inhalt, unterstützt von interaktiven Anwendungen, bis hin zum Ansehen, Lesen und Verstehen betont auch der Begriff Web 2.0.

Liste der Sozialen Medien

FacebookZweifellos das am stärksten verbreitet soziale Medium
Blogs und ForenDavon gibt es tausende. Suchen Sie nach dem passendem.
Wikis:Wikipedia ist die bekannteste, es gibt aber noch viele für spezielle Themen. Auch Sie können mit daran schreiben.
Dating-apps, KontaktbörsenWerden auch für die Erweiterung des Freundes- und Bekanntenkreises genutzt

Worüber Sie sich im Klaren sein sollten:

Alles was Sie im Internet schreiben, kann sich verselbstständigen und sich wie ein Virus im Internet verbreiten. Selbst private Nachrichten und Bilder sind nie ganz privat, weil sie vom Empfänger weitergeleitet werden könnten. Nur mit S/MIME oder PGP/MIME verschlüsselte Nachrichten sind absolut sicher gegen ein Mitlesen durch Dritte.

Was man im Internet und Sozialen Medien auf keinen Fall tun darf:

  1. In irgendeiner Weise peinliche Bilder von sich veröffentlichen (lassen). Von sich selbst niemals Fotos erstellen lassen, die irgendwie peinlich sein könnten. Man weiß nie, ob diese nicht Jahre später in Umlauf kommen. Falls doch, sofort Rechtsanwalt und Polizei einschalten.
  2. Bilder von anderen Personen, ohne deren ausdrückliche, am besten schriftliche Erlaubnis. Ausnahme: Personen in der Menge, Prominente in der Öffentlichkeit. Selbst Bilder von den eigenen Kindern und in der Familie sind problematisch. Siehe auch :https://www.rechtambild.de/2010/03/das-recht-am-eigenen-bild/
  3. Bilder innerhalb Gebäuden und auf privatem Grund.
  4. Bilder und Texte veröffentlich, die darauf schließen lassen, dass man nicht zu Hause ist.
  5. Selbstverständlich: Beleidigungen, Hassreden, Diffamierung  
  6. Unzutreffende Bewertungen von Produkten oder Dienstleistungen. Teure Schadensersatzklagen drohen-zu Recht.

Was nicht empfehlenswert ist:

  1.  Fehlerhafte Rechtschreibung. Unbedingt Rechtschreibprüfprogramm verwenden.
  2. Undeutliches Profilfoto.
  3. Unzutreffende oder übertriebene Selbstbeschreibung
 Die Chancen und was man tun sollte:
  1. Beschreiben Sie Ihre Hobbys, damit Gleichgesinnte Sie auch finden können.
  2. Sie haben ein Hobby und knüpfen Kontakte mit Gleichgesinnten.
  3. Sie sind in einem überregionalen Verein und knüpfen Kontakte weltweit.
  4. Knüpfen Sie internationale Kontakte. Verbessern Sie nebenbei Ihre englischen Sprachkenntnisse. Meine eigene Erfahrung, es macht irre Spaß und man lernt in kürzester Zeit irre viele Vokabeln. Im Urlaub ist es Ihnen von Nutzen. 
  5. Last but not least: Sie sind Single und suchen eine Partner/in.

Wieso sollten Sie sich den Stress mit einer korrekten Rechtschreibung oder einer Fremdsprache antun:

Es ist durch viele, viele wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen, dass geistige Beanspruchung die geistigen Leistungen enorm steigern und die Altersdemenz um viele Jahre verzögert.
Lesen Sie beispielsweise einmal die Nonnenstudie. Sie können getrost Ginkobil und ähnliche Präparate in die Mülltonne entsorgen! Durch intensive geistige Beanspruchung bilden sich nachgewiesenermaßen neue Verknüpfungen zwischen den Gehirnzellen.

Rechtschreibprüfung installieren

Microsoft Edge


Für Microsoft Edge brauchen Sie die automatische Rechtschreibprüfung nur zu aktivieren. Ich habe bisher allerdings nur sehr magere Ergebnisse erzielt.

Mozilla Firefox und Thunderbird

Zunächst müssen Sie die Rechtschreibprüfung aktivieren.

Danach müssen Wörterbücher / dictionaries zugefügt werden. "Language packs" beeinflussen jedoch nur die Benutzeroberfläche von Firefox und haben keinen Einfluss auf die Rechtschreibprüfung.
Hier habe ich Deutsch, Englisch und US-Englisch zugefügt.

Rechtschreibfehler werden mit einer roten Wellenlinie unterstrichen. Das ist Standard auch in allen anderen Rechtschreibprüfprogrammen.
Sie können nun ein Wort aus der Vorschlagsliste auswählen, es dem Benutzerwörterbuch zufügen oder bei Bedarf die Sprache wechseln.


Google Chrome 


Profilbilder erstellen

  • Möglichst einfarbiger, am besten weißer Hintergrund.
  • Keine Sonnenbrillen
  • Keine Spiegelung auf Sehbrillen
  • Gesicht gleichmäßig ausgeleuchtet
  • Mindestens 50% des Formates mit dem Gesicht füllen.
  • Keine Winterkleidung, Joggingkleidung u. ä.
  • keine anzüglichen Fotos
  • Eventuell vorher zum Friseur (Frauen zur Kosmetikerin)
  • Durch guten Amateur oder durch Profifotograf
  • keine Fotos mit Luxusgegenständen im Hintergrund (Teilnehmer sagt wieso)
  • keine weiteren Personen auf dem Bild

Profiltext erstellen

  • Korrekte Rechtschreibung
  • Möglichst detaillierte Beschreibung der Hobbies, Vorlieben, Abneigungen, Interessengebiete.
  • Nichts anzügliches.
  • Nichts, was auch auf fast alle anderen Menschen dieser Welt zutrifft.
Teilnehmer Beispieltexte bewerten lassen.

Nachrichten schreiben

  • Korrekte Rechtschreibung
  • Abkürzungen vermeiden
  • Auf die Nachricht des vorherigen Schreibers eingehen.
  • Text nicht zu lang und nicht zu kurz
  • Persönliche Nachrichten möglichst bald beantworten. 
Teilnehmer übt mit Umlauten und Sonderzeichen.

Bilder und Videos senden

Keine "witzigen" Bilder und Videos aus dem Internet weiterleiten. Wird vom Empfänger bald als nervig empfunden. Die Speicherkapazität der Smartphones ist eventuell schnell erschöpft. Wenn, dann Links verschicken, die belegen keinen Speicherplatz. 
(Teilnehmer das Versenden von Links üben lassen.)

Portale auswählen

Achtung: Viele betrügerische Seiten

  • "Kostenlose Anmeldung" bedeutet, das Anmelden ist vielleicht umsonst, aber danach wird es richtig teuer.
  • Monatliche Kosten gründlich prüfen.
  • Kündigungsfristen gründlich prüfen.
  • Achtung Betrug, wenn bei angeblich kostenlosen Angeboten, Anschrift, Kreditkartenangaben oder Kontodaten abgefragt werden.
  • Hochgradiger Betrug, wenn Sie für jede Nachricht bezahlen sollen.
  • Hochgradiger Betrug, wenn Sie keine Telefonnummern und E-Mailadressen austauschen können.
  • Hochgradiger Betrug, wenn Männer von viel jüngeren Frauen angeschrieben werden.
  • Hochgradiger Betrug, wenn ein Treffen unter Vorwänden hinausgezögert wird.
  • Suchen Sie nach Seiten, die sich mit Ihrem Hobby beschäftigen.
  • Fragen Sie Vereinsmitglieder, welche Portale sie benutzen.
  • Eventuell hat ihr Verein ein eigenes Portal. 
  • Wann immer es geht oder sich einrichten lässt, treffen Sie sich mit Ihren Internetbekannten. Das macht das Leben bunter. Vergrößern Sie Ihren Bekanntenkreis auch im echten Leben!

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